Archive for November, 2008

Jerry Hannan – Society

Tuesday, November 11th, 2008

Schwerstens begeistert von dem Buch “In die Wildnis” (Into the Wild) von Jon Krakauer, machte ich mich im Internet auf die Suche nach weiteren Details.

Und siehe da, es gibt einen Film. Verfilmt von Sean Penn.
Also ausgeliehen. Großartig. Genau mein Gusto.

Besonders aufgefallen ist mir allerdings der Sountrack. Die prägnante Stimme von Eddie Vedder , dem Frontmann von Pearl Jam, war ist unverkennbar.

Also Sountrack angehört und gekauft.  Wow, klasse. Zwar kurz, aber prägnant.

Während die Platte dudelt, stöbere ich im Booklet. Da fällt mir auf, daß eines meiner Lieblingsstücke (“Society”) auf dem Soundtrack gar nicht von Ihm geschrieben ist. Sondern von einem gewissen Jerry Hannan (mySpace).  Also wieder ins Internet und Recherche betreiben.

Dabei habe ich das folgende Video gefunden.
Es erstaunt mich immer wieder, wie man mit so wenig so viel ausdrücken kann.

“I drove to Ft. Cronkite by myself to film a live recording. At 6am, no-one came to watch except a coyote. I had my protools and a generator in my van, -and 3 Cybershot cameras(one was on the end of a stick) My friend Dave Shendel put it on his computer to mix the footage and tracks.”
[Quelle: http://www.JerryHannan.com]

finster II

Tuesday, November 4th, 2008

OK, der Versuch mit der Taschenlampe ging schief.

  • erstens wackelt es (logisch)
  • zweitens ist es trotzdem finster (ebenfalls logisch)

Und so nebelig wie heute… nee, macht kein Sinn!

Also kurz umüberlegt und um den Stadtwald herum gelaufen, auf beleuchteten Strassen. Allein war ich nicht, denn da laufen viele, und es gibt nur 1 Ampel auf diesem Weg (zum Glück).

Doch der grösste Vorteil ist: keine Walker!
Nichts gegen das definitiv gesunde Walken, aber die meisten die ich getroffen habe, weichen auch nicht auf zugerufene Warnungen vom Wege ab. Zudem nehmen die meisten den kompletten Weg in seiner Breite in Anspruch. (zur Klärung: Meistens passen 3-4 Leute paralell auf solch einen  Weg, in diesem Fall meine ich aber nur 2 Menschen gleichzeitig, die sich laut unterhalten, wild mit ihren Stöcken wedeln, und mich dann noch anpöbeln, wenn ich knapp an Ihnen vorbeilaufe). Das wedeln geht teilweise soweit, daß man sich an den Anfang von Indiana Jones Teil 1 (Jäger des verlorenen Schatzes) erinnert und die Szene mit den Kugel nachspielt..

Nun gut, die neue Strecke ist gut, kurze leichte Steigung dabei und ich kann sie auch spät am Abend laufen.
Insofern alles wieder gut!

Leonard Cohen

Monday, November 3rd, 2008

Es gibt wenige Künstler, alte Hasen, Klassiker, die ich mir vorgenommen habe mal live zu sehen. Für manche ist es einfach zu spät (sie sind einfach tot), bei anderen bleibt die Hoffnung, daß Sie noch mal auftreten.

Dieses Jahr boten sich gleich zwei dieser Gelegenheiten an. Einmal Neil Young, den ich im Juli gesehen habe, und einmal gestern Abend Leonard Cohen.

Das Glück diesen Abend erlebt und genossen zu haben, verdanke ich einem ziemlich profanem Grund. Geld! Die Managerin von Leonard Cohen hat wohl reichlich Geld veruntreut, sodaß Ihm nichts anderes wohl übrig blieb, als nach 15 Jahren Bühnenabstinenz nochmal die Bretter der Welt  zu betreten.

Mit 74 Jahren stand nun ein älterer Herr auf der Bühne, eher unscheinbar. Stand da als wäre nicht er der Star, sondern einer der einfach zur Band gehört. Doch sobald seine Stimme erklang wusste man Bescheid. Die komplette Bandbreite seines Schaffens der rund 40 Jahre, jedes noch so bekannte Lied wurde gespielt. Nein, nicht nur gespielt, man sah dem Mann an, daß er es richtig persönlich nahm, jedes Lied für sich.

Und dies rund 3 Stunden lang. Bei 4-5 Liedern erwachte in mir eine Erinnerung an meine Kindheit, wo ein Onkel mir (damals noch) ein Kassette mit Leonard Cohen aufgenommen hat. An diesen Stellen hatte ich gestern Tränen in den Augen. Das Ganze war enorm intensiv…

Das schönste dieses Tages jedoch war, diesen Abend mit meinem Vater zu geniesen.